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DVDs in Collection: 625
Page # 113

Dawn of the Dead
ID:
USA 2004
Comments: When the undead rise, civilization will fall.
Director: Zack Snyder
Screenplay: George A. Romero, James Gunn
Producer:
Cast: Sarah Polley, Ving Rhames, Jake Weber, Mekhi Phifer, Ty Burrell
Genre: Horror-Drama

Running Time: 101
Aspect Ratio:  2.35:1 (NTSC Anamorphic Widescreen)
Sound: Dolby Digital 5.1
Subtitles: Spanish, French
Features: Director's Cut with nine additional minutes of footage
Special Bulletin: We Interrupt This Program! - complete news coverage of the attacks
ONLY ON THIS EDITION:
Attack of the Living Dead - a look at the most memorable zombie kills
Studio:  Strike Entertainment DVD Region:  1 R
DVD Release:  Okt. 2004 Discs:  () []
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Reviews:  Das Remake, für das mit Zack Snyder wie bei „Texas Chainsaw Massacre" ein ehemaliger Werbe- und Videoclip-Regisseur verantwortlich zeichnet, orientiert sich inhaltlich nur peripher an der Romero-Vorlage von 1978. Gemein haben beide Filme das Einkaufszentrum als maßgeblichen Ort des Geschehens. Doch damit enden die Gemeinsamkeiten schon beinahe: Lieferte George A. Romero mit den unbeholfen durch die Ladenzeilen des ehemaligen Kauftempels umhertapsenden Zombies als Metapher auf blinde, unpolitische Kaufhaus-Shopper eine brillante und nach wie vor brandaktuelle Satire auf die amerikanische Konsumgesellschaft im Zeitalter der politischen Senilität, so dient das Kaufhaus für Snyder als moderne Variante des klassischen Western-Forts, als modernes Alamo, in dem sich ganz im Stile von John Carpenters „Assault“, David Finchers „Panic Room" oder deren großem Vorbild, Gordon Douglas’ „Chuka“, eine kleine Gruppe Eingeschlossener der Belagerung durch eine überwältigend große Übermacht gesichts- und namenloser Feinden erwehren muss.

Schon zu Beginn setzt Snyder deutlich andere Akzente: Stieß George A Romero den Zuschauer bereits mit der ersten Minute in das brodelnde Chaos des Weltuntergangs – wenn auch nur indirekt, nämlich im Tohuwabohu einer Fernsehstation kurz vor der Einstellung des Programms – so gönnt Werbefilmer Snyder dem Publikum noch einen kurzen Hauch heiler Welt und gepflegter Vorstadt-Idylle voller gepflegter Rasen, weiß gestrichener Vorgartenzäune und symmetrisch angelegter Garageneinfahrten, in die Krankenschwester Ana (Sarah Polley) nach einem anstrengenden Arbeitstag zurückkehrt. Ein letztes Mal darf die Hauptfigur des Remakes noch eine geruhsame Nacht mit Ehemann und Tochter verbringen, bevor Snyder die Apokalypse mit einem wirklich perfiden Regieeinfall über seine ahnungslosen Opfer hereinbrechen lässt – der 11. September und die verlorene Unschuld Amerikas durch den völkerrechtswidrigen Irakkrieg werfen hier lange Schatten.

Zusammen mit einigen anderen Überlebenden sucht Ana nach einer chaotischen Flucht durch brennende und zerstörte Vorstädte, wunderbar von Matthew Leonettis Kamera aus der Raubvogelperspektive ins Visier genommen, Zuflucht in einem Einkaufszentrum, welches die kleine Gruppe binnen kurzer Zeit hermetisch nach außen abriegelt. „Mission: Impossible“-Star Ving Rhames tritt dabei als schlag- und schussfertiger Ordnungshüter Kenneth das Erbe der von Ken Foree verkörperten Figur des Polizisten Peter an. Im Einkaufszentrum selbst lauert nicht – wie im Original – die Gefahr in Gestalt unzähliger dort herumwankender Zombies, sondern vielmehr durch einige noch nicht infizierte, dafür aber umso aggressivere und schießwütigere Sicherheitsleute, was zwar diverse Auseinandersetzungen der Überlebenden untereinander, aber kein umfangreiches „Säubern“ des Kaufhauses von der ungeliebten Kundschaft wie im Original nach sich zieht. Einem übermäßigen Hang zu Political Correctness unterliegt Zack Snyder dennoch glücklicherweise nicht: So veranstaltet die kleine Schar während der Belagerung aus reiner Langeweile ein Zielschießen auf die Horden blutgieriger Matschgesichter vor den Toren des zur Festung ausgebauten Konsumtempels.


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