DVD - Filme - Konzerte
DVDs in Collection: 625
Page # 152

The Expendables
ID:
2010
Comments:
Director: Sylvester Stallone
Screenplay:
Producer:
Cast: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Bruce Willis, Dolph Lundgren, Mickey Rourke, Arnold Schwarzenegger
Genre: Action, Thriller

Running Time: 100
Aspect Ratio:  16:9 - 2.40:1 (PAL Widescreen)
Sound: Dolby
Subtitles:
Features:
Studio:  Splendid Entertainment/WVG DVD Region: 
DVD Release:  Discs:  (DVD) []
Purchase: 
Reviews:  „The Expendables", so nennt sich eine knallharte Söldnergruppe unter der Leitung von Barney Ross (Sylvester Stallone). Zum Team gehören noch Ross‘ rechte Hand Lee Christmas (Jason Statham), der kleingewachsene Kampfsportexperte Yin Yang (Jet Li), der Schusswaffenfetischist Hale Ceasar (Terry Crews), der belesene Muskelberg Toll Road (Randy Couture) und Gunnar Jensen (Dolph Lundgren), der Psychopath mit der großen Wumme. Die Truppe löst gegen die richtige Menge Cash Probleme wie Geiselnahmen in Somalia. Der mysteriöse Mr. Church (Bruce Willis) erteilt dem Team den Auftrag, den Diktator General Garza (David Zayas) zu stürzen, der einen südamerikanischen Inselstaat mit Brutalität regiert und von einem Amerikaner (Eric Roberts) mit CIA-Verbindung finanziert wird. Obwohl sich der Job schnell als ein Himmelfahrtskommando entpuppt, das sogar Ross' größter Konkurrent (Arnold Schwarzenegger) nicht übernehmen wollte, sagt der alternde Söldner zu...

Sylvester Stallone wurde in den vergangenen Jahren nicht müde zu betonen, wie sehr er computergenerierte Action verabscheut und handgemachte Stunts bevorzugt. „John Rambo" mit seinen ultra-brutalen Metzeleien war dann das Ausrufezeichen hinter dieser Aussage. Und da knüpft Stallone nun mit „The Expendables" nahtlos an. Gerüchten, dass für eine finanziell möglicherweise einträchtigere Altersfreigabe die Gewalt zurückgeschraubt wird, nimmt Stallone schnell die Grundlage. Da werden gleich zu Beginn knallhart ein paar somalische Piraten erledigt wie es Kampfmaschine John Rambo anno 2008 mit den Burma-Militärs machte. Und wenn dabei der irre Gunnar Jensen einen der Piraten in zwei Hälften zerballert, ist unmissverständlich klar: Hier werden keine Gefangenen gemacht.

Stallone verwendet sein bereits vor zwei Jahren erfolgreiches Rezept ein weiteres Mal: Mit wenigen kleinen Szenen werden General Garza, sein mysteriöser amerikanischer Compagnon, dessen hünenhafter Mann fürs Grobe (Steve Austin) und Hundertschaften namenloser Schergen zu Erzbösewichten aufgebaut, die Frauen und Kinder tyrannisieren und foltern. Diese Einführung verschafft Stallone in der Logik des Films den Freifahrtschein zum Meucheln und von diesem macht er dann auch gnadenlos Gebrauch. Doch der erneut als Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion auftretende Altstar ist clever genug, sich nicht nur zu wiederholen: Die One-Man-Show wird zur Team-Mission, für die er einen Haufen gleichgesinnter Action-Haudegen um sich geschart hat. Alte Weggefährten wie Dolph Lundgren sind ebenso mit von der Partie wie einige Konkurrenten aus den goldenen Achtzigern wie Bruce Willis, Mickey Rourke und Arnold Schwarzenegger. Dazu kommen die Haudrauf-Wrestler Randy Couture und Steve Austin sowie die modernen Action-Heroen Jason Statham und Jet Li, Künstler der Körperbeherrschung, die wie Stallone am liebsten ohne Netz und doppelten Boden arbeiten. Für diesen war es die schwierigste Aufgabe, all diese Alphatiere unter einen Hut zu bringen und jedem seine eigene große Actionszene zu bescheren, auch um die jeweiligen Fangruppen zufriedenzustellen. Das ist ihm recht gut gelungen. Alle werden mit kurzen Szenen prägnant etabliert und jeder hat mindestens einen spaßigen Auftritt, auch wenn einige dabei natürlich mehr herausstechen als andere.

Das gestalterische Prinzip von „The Expendables" heißt Überhöhung. Die Figuren werden fast alle zu Action-Ikonen stilisiert und die Darsteller profitieren davon. Ein sprechendes Beispiel hierfür ist der vieldiskutierte gemeinsame Cameo-Auftritt von Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis. Was ursprünglich offensichtlich als Überraschungsgag konzipiert war, wurde nicht zufällig zur Speerspitze des Marketings. Die Szene eröffnet den Trailer und die Namen der beiden zieren groß das deutsche Poster. Dabei ist das Aufeinandertreffen der drei Legenden ausgerechnet in einer Kirche nicht sonderlich gut geschrieben oder inszeniert. Schauspielerisch ist die Szene sogar zum Teil richtig miserabel (Schwarzenegger!), aber sie funktioniert. Wenn der heutige Gouverneur von Kalifornien im Gegenlicht mit einem überdeutlichen „Terminator"-Zitat den Schauplatz betritt, ist das ein durchaus ehrfurchtgebietender Moment. Der anschließende Dialog ist für die Handlung belanglos, aber die andauernde Frotzelei und Neckerei zwischen Schwarzenegger und Stallone macht trotzdem Spaß. Es ist, als ob sich die beiden legendären Stars zufällig privat getroffen hätten, denn ihre konkreten Rollen treten hier komplett in den Hintergrund. Die Darsteller selbst, mit ihrem überlebensgroßen Starimage, das es heute in dieser Form kaum noch gibt, treten in den Vordergrund. Sie sind die wahren Ikonen.


Click on Title for International Movie Database link, click on Cover for Amazon link!

Close window


Created using DVDpedia on MacOS X Panther