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Page # 456

Saw
ID:
2004
Comments:
Director: James Wan
Screenplay: Leigh Whannell, James Wan
Producer:
Cast: Cary Elwes, Danny Glover, Monica Potter, Michael Emerson, Ken Leung
Genre: Psycho-Horror

Running Time: 92
Aspect Ratio:  1.85:1 (PAL )
Sound: Dolby
Subtitles: Deutsch
Features:
Studio:  Kinowelt Home Entertainment/DVD DVD Region:  2
DVD Release:  Juni 2005 Discs:  (DVD) []
Purchase: 
Reviews:  Der Low-Budget Überraschungshit "Saw" revitalisiert das ausgeblutete Serienkillergenre und bietet dem geneigten Zuschauer ein atmosphärisch dichtes Proseminar im Voyeuristenkolleg „kreatives Töten“.
Die Legende lautet folgendermaßen: zwei australische Filmstudenten verfolgen seit dem wegweisenden "Das Schweigen der Lämmer" Anfang der 90er Jahre mehr oder minder frustriert die oftmals wenig originellen Stilblüten des Genres. Sie produzieren kurzerhand ein kleines Promovideo, das als Teaser für ihr neues Drehbuch herhalten soll und schicken es an diverse Produktionsfirmen in Hollywood. Wenig später haben sie einen Entwicklungsdeal im Rucksack und drehen mit einem Budget von immerhin 1,2 Millionen Dollar einen Film, der im Jahr 2004 zum Überaschungserfolg an den amerikanischen Kinokassen avanciert und bereits am ersten Tag ein vielfaches seiner Herstellungskosten einspielt.
So kann das manchmal laufen und im Falle von "Saw" freut man sich, dass es die Richtigen getroffen hat. Der Film verschwendet keine Zeit und wirft den Zuschauer ohne Umschweife mitten in die Handlung. Der Arzt Dr. Lawrence Gordon (Cary Elwes) und der Fotograf Adam (Leigh Wannell) erwachen in einer abgeranzten Toilette . Sie sind an Rohre gekettet, zwischen ihnen liegt ein Toter mit zermatschtem Schädel in einer Blutlache. Keiner von beiden hat die geringste Ahnung wie sie an diesen Ort gerieten. Stück für Stück setzt sich aus sorgsam gestreuten Hinweisen die schreckliche Einsicht zusammen, das nur einer von beiden überleben kann. Dr.Gordon hat sechs Stunden Zeit seinen Mitgefangenen zu töten bevor seine Frau und Tochter umgebracht werden.
"Saw" benutzt diese Prämisse, um den Masterplan eines psychopathischen Serienkilllers in den Mittelpunkt zu rücken. Seine ungewöhnliche Handschrift zeichnet sich dadurch aus, dass er selbst nicht tötet, sondern die Schmutzarbeit seinen, als moralisch fragwürdig eingestuften Opfern überlässt. Natürlich kommen bei Genrefans Erinnerungen an David Finchers "Sieben" auf, in dem auch die Moralvorstellungen des Killers eine wesentliche Rolle spielen. "Saw" rollt die Handlung jedoch aus den Augen seiner Opfer auf, ein grundlegender Unterschied. Zwar gibt es auch hier mit Detective David Tapp einen Ermittler (Danny Glover) und werden über Flashbacks die vorangegangenen Heldentaten des Irren überaus blutig ins Bild gerückt, der Akzent bleibt jedoch bei der klaustrophobischen Grundstimmung der beschriebenen einführenden Sequenz.
Ohne zuviel vorwegnehmen zu wollen: "Saw" bietet Genrefans mit Hang zum ästhetischen Genuss eine ganze Menge ohne hinterher mit dem erhobenen Zeigefinger Kulturpessimismus zu verbreiten. Ein klug-inszenierter, höchst effektiver Thriller, bei dem sich die Mattscheibe blutrot färbt.


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